Datenmengen langfristig und unternehmensübergreifend beherrschen

Datenmanagement für die Produktion – von der Erfassung bis zur Archivierung

In modernen Produktionsumgebungen mangelt es selten an Daten. Maschinen, Sensoren, Steuerungssysteme und ERP-Lösungen liefern kontinuierlich Messwerte, Statusmeldungen und Prozessparameter. Was sind die Voraussetzungen für gutes Datenmanagement? Die Daten werden automatisch erfasst, d.h. manuelle Arbeiten entfallen vollständig. Außerdem müssen die Daten ausreichend aktuell sein und schnell zur Verfügung stehen. Die eigentliche Herausforderung liegt aber nicht im Sammeln dieser Daten – sondern darin, sie dauerhaft verfügbar, konsistent, auswertbar und regelkonform zu halten. Genau hier beginnt professionelles Datenmanagement.

Rohdaten allein schaffen keinen Mehrwert

Rohdaten aus der Produktion sind in ihrer unverarbeiteten Form für Unternehmensentscheidungen kaum nutzbar. Sie liegen in unterschiedlichen Formaten vor, stammen aus isolierten Systemen und folgen keiner einheitlichen Struktur. Ohne gezielte Aufbereitung entstehen daraus keine belastbaren Kennzahlen, keine nachvollziehbaren Qualitätsnachweise und keine auditfähige Dokumentation.

Typische Probleme ohne strukturiertes Datenmanagement:

  • Messwerte aus verschiedenen Systemen sind nicht vergleichbar, weil Einheiten, Zeitstempel oder Bezeichnungen abweichen.
  • Daten gehen verloren, weil keine geregelte Archivierungsstrategie existiert.
  • Behördenanfragen oder interne Audits können nicht zeitnah bedient werden, weil relevante Informationen nicht auffindbar oder nicht aufbereitet sind.
  • Entscheidungsträger arbeiten auf Basis veralteter oder inkonsistenter Datenstände.

Erst wenn Rohdaten harmonisiert, verdichtet, strukturiert und langfristig gesichert sind, entsteht aus ihnen echter Informationswert für die Unternehmenssteuerung.

Der Unterschied: Prozessdatenerfassung vs. Datenmanagement

Prozessdatenerfassung und Datenmanagement werden häufig gleichgesetzt – sie beschreiben jedoch grundlegend verschiedene Aufgaben im Umgang mit Produktionsdaten.

Prozessdatenerfassung beantwortet die Frage: Wie kommen die Daten ins System? Sie umfasst die technische Anbindung von Maschinen, Sensoren und Steuerungssystemen sowie die automatisierte oder manuelle Übernahme von Messwerten in eine Datenbank. Die Prozessdatenerfassung endet, wenn der Wert gespeichert ist.

Datenmanagement beantwortet die Frage: Was passiert mit den Daten, sobald sie im System sind? Es umfasst alle Prozesse, die sicherstellen, dass Daten über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg korrekt, zugänglich, konsistent und regelkonform bleiben – von der ersten Harmonisierung über die Langzeitarchivierung bis zur strukturierten Weitergabe an ERP-Systeme, Qualitätssicherung oder Behörden.

Beide Disziplinen ergänzen sich – professionelles Datenmanagement setzt jedoch dort an, wo die Prozessdatenerfassung aufhört. KRIS deckt beides ab: die zuverlässige Erfassung aus heterogenen Quellen und das vollständige Management der Daten über ihren gesamten Lebenszyklus.

Der vollständige Datenlebenszyklus mit KRIS

Produktionsdaten haben einen Lebenszyklus – sie entstehen, werden verarbeitet, genutzt und müssen langfristig verfügbar bleiben. KRIS begleitet diesen Zyklus vollständig: von der ersten Datenaufnahme an der Maschine bis zur strukturierten Bereitstellung für interne Systeme und externe Empfänger. Kein Bruch, keine Datenlücke, keine manuelle Nacharbeit.

Datenaufnahme: Quellen verbinden

Moderne Produktionsumgebungen sind selten homogen. Maschinen verschiedener Hersteller, gewachsene Systemlandschaften und parallele Steuerungsarchitekturen erzeugen Daten in unterschiedlichen Formaten und über unterschiedliche Protokolle. KRIS verbindet all diese Quellen über eine einheitliche Plattform.

Unterstützte Systeme und Protokolle:

  • Maschinensteuerungen und Sensoren über OPC-DA, OPC UA, Modbus TCP und S7
  • Prozessleitsysteme wie PCS 7 und WinCC, inklusive automatisiertem Tag Import
  • REST- und MQTT-basierte Schnittstellen für moderne IoT-Umgebungen
  • ERP-Systeme für die Übernahme von Auftragsdaten, Stücklisten und Qualitätsvorgaben
  • Manuelle Eingabe über Zählergeräte für Messwerte ohne Sensoranbindung

Die Datenaufnahme erfolgt automatisiert und kontinuierlich in einem konfigurierbaren Zeitintervall bis in den Millisekundenbereich. Sobald eine Quelle angebunden ist, läuft die Erfassung ohne manuellen Eingriff – zuverlässig und lückenlos.

Datenhaltung: Langzeitarchivierung über 20 Jahre

Produktionsdaten sind keine Einwegware. Qualitätsnachweise, Energieverbräuche, Chargendokumentationen und Prozessparameter müssen über lange Zeiträume nachvollziehbar und abrufbar bleiben – für interne Audits, behördliche Prüfungen und die Rückverfolgbarkeit im Reklamationsfall.

KRIS ist auf genau diese Anforderung ausgelegt:

  • Datenvorhaltung über mehr als 20 Jahre in einer zentralen Datenbank
  • Hohe Datenverdichtung reduziert den Speicherbedarf, ohne relevante Informationen zu verlieren
  • Komplexe Cache-Mechanismen sichern den schnellen Zugriff auch auf historische Datensätze
  • Redundante Datenbanken und automatische Backups schützen vor Datenverlust
  • Installation auf hochverfügbaren Umgebungen (HA) gewährleistet unterbrechungsfreien Betrieb

 

Datenbereitstellung: Weitergabe an ERP, Behörden und Auditoren

Gespeicherte Daten entfalten ihren vollen Wert erst, wenn sie den richtigen Empfängern zur richtigen Zeit in der richtigen Form zur Verfügung stehen. KRIS steuert die strukturierte Weitergabe von Produktionsdaten an alle relevanten Abnehmer – intern wie extern.

Interne Systeme: Aufbereitete Produktionsdaten fließen automatisiert in ERP-Systeme wie SAP zurück – als Ist-Daten, Qualitätsberichte oder Produktionsprotokolle. Qualitätsleitsysteme (QLS) und Fehlerinspektionssysteme (FIS) erhalten die Informationen, die sie für eine lückenlose Prozesskette benötigen.

Behörden und Auditoren: KRIS bereitet relevante Messwerte, Verbrauchsdaten und Prozessparameter so auf, dass sie direkt für behördliche Meldepflichten oder externe Audits genutzt werden können.

Management und Controlling: Verdichtete Kennzahlen, Produktionsberichte und Trendanalysen stehen über die KRIS Apps für Betriebsleitung, Controlling und Qualitätsmanagement bereit – rollenbasiert, aktuell und ohne IT-Aufwand.


Wir bieten Komplettlösungen an

Unsere Leistungen im Bereich Datenmanagement

Bestandsaufnahme

Bestandsaufnahme

  • Gemeinsame vor-Ort Aufnahme der Anlagenlandschaft

Beratung

Beratung & Planung

  • Entwicklung und Umsetzung technischer Gesamtkonzepte
  • Wirtschaftlichkeitsbetrachtung & Budgetplanung
Einrichtung

Systemlieferung

  • Planung, Konfiguration und Inbetriebnahme der notwendigen Hardware und Software in die bestehende Infrastruktur

Systembetreuung

Systembetreuung

  • Langfristige Wartung und Betreuung der Systeme durch Updates und Kundenkontakt
  • Schulungen und Begleitung während und nach der Implementierung

Warum mit KRIS

Nutzen des Datenmanagements

Unsere Lösung bietet mehr als nur Datenerfassung – sie optimiert den gesamten Datenfluss:

Datenharmonisierung: Konsistente Daten aus unterschiedlichen Quellen

Komprimierung: Nur relevante Informationen werden weitergegeben

Effizienzsteigerung: Weniger Speicherverbrauch, schnellere Analysen

Transparenz & Nachvollziehbarkeit: Bereitstellung der Daten für Behörden

KRIS revolutioniert das Datenmanagement in der Produktion – effizient, sicher und zukunftsfähig.

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