Der Unterschied: Prozessdatenerfassung vs. Datenmanagement
Prozessdatenerfassung und Datenmanagement werden häufig gleichgesetzt – sie beschreiben jedoch grundlegend verschiedene Aufgaben im Umgang mit Produktionsdaten.
Prozessdatenerfassung beantwortet die Frage: Wie kommen die Daten ins System? Sie umfasst die technische Anbindung von Maschinen, Sensoren und Steuerungssystemen sowie die automatisierte oder manuelle Übernahme von Messwerten in eine Datenbank. Die Prozessdatenerfassung endet, wenn der Wert gespeichert ist.
Datenmanagement beantwortet die Frage: Was passiert mit den Daten, sobald sie im System sind? Es umfasst alle Prozesse, die sicherstellen, dass Daten über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg korrekt, zugänglich, konsistent und regelkonform bleiben – von der ersten Harmonisierung über die Langzeitarchivierung bis zur strukturierten Weitergabe an ERP-Systeme, Qualitätssicherung oder Behörden.
Beide Disziplinen ergänzen sich – professionelles Datenmanagement setzt jedoch dort an, wo die Prozessdatenerfassung aufhört. KRIS deckt beides ab: die zuverlässige Erfassung aus heterogenen Quellen und das vollständige Management der Daten über ihren gesamten Lebenszyklus.